Nomads MC Biederitz 25 Jahre dabei



Der Planet drückt, über 30 Grad im Schatten, auf dem partygerechten hergerichteten Bolzplatz in der kleinen Gemeinde Gerwisch bei Magdeburg stehen Zelte, 

eine Brennplatte und eine große Bühne. Langsam kommt Bewegung auf dem Platz, Gruppen von Bikern kommen angefahren, jeder Gast muss am Einlass einen 

selbst gebrannten Lakritz Schnaps trinken. Natürlich geht der aufs Haus.

„Das ist Tradition, das machen wir schon immer so.“ erzählt President „H“ Äidsch auf Nachfrage.

An der Bonkasse sitzen „H“  und „Schnucky“ beide sind die Clubältesten beim Nomads MC

Biederitz, wobei Schnucky der letzte der damaligen Gründungsmitglieder ist, er gründete damals zusammen mit dem Chapter Nomads Edingen das heutige 

Chapter Biederitz.


 „Der Westbesuch zu Ostzeiten war es, der uns unsere Augen öffnete. Sie kamen mit Ihren Harleys hier ins Dorf, zu Verwandten. Wir knüpften Kontakte feierten 

dann mit Ihnen hier im Dorf und lernten uns näher kennen. Wir fuhren ja auch Motorräder zwar nur Honda Shadow oder Gülle Pumpe, aber immerhin schon 

Westmaschinen, und so war der Kontakt schnell geknüpft. In der damaligen Bretterbude einem Treff gingen die Partys ab. Das wir hier mit MC-Member feierten 

wurde uns erst später bewusst. Schließlich hatten wir Null Ahnung von der Szene. Irgendwann kam dann mal die Anfrage ob wir hier nicht einen Ableger des 

Nomads MC Edingen gründen wollen. Ein Sprung ins kalte Wasser, aber wir sagten zu. So wurden wir um 1993 zum Nomads MC Chapter Ost. In den ersten 

Jahren stießen wir hier nicht nur auf Sympathisanten, es war nicht ganz einfach im Osten für uns als Chapter eines Westclubs. Doch über die Jahre wurden wir l

letztendlich akzeptiert und gehören dazu.


In den 25 Jahren ihres Rockerlebens lernten die 10 Member viele Clubs in der Republik kennen. Das zahlte sich natürlich aus bei einer Jubiläumsparty, in 

Minutentakt kamen Clubs am Abend und übergaben Geschenke. Der Geschenktisch war gut gefüllt. Die Liveband wurde nur von einer Pause unterbrochen, und 

rockte den ganzen Abend, gut für´s Dorfvolk, welche die Party gut angenommen hatten. Bürgermeisterin Michalsky dankte dem Club aus dem Dorf und hielt 

Dankesreden vor dem Publikum. Am Abend starteten die Member noch eine Tombola, einen Flug über Magdeburg und ein fetter Schinken erbrachten 345,- Euro, 


aufgerundet durch den Club auf 400,- Euro, übergaben es die Member einem dortigen Kindergarten aus der Gemeinde.

(Ob es nun Zufall war, das der Helm gerade „H“ übergeben wurde.  H fuhr jahrelang ohne Helm, natürlich mit offizieller Helmbefreiung. Einfacher Grund, für seinen 

Schäddel gab es zu der Zeit damals keinen so großen Helm. So kam es, dass der Club bei jeder Ausfahrt Zeit und Stress investieren musste und immer wieder 

von der Polizei gestoppt wurde. Das nervte natürlich alle anderen Member, so verhandelte H damals mit einem großen Motorrad Helmhersteller aus 

Braunschweig und bekam einer Sonderanfertigung für seinen Kopf für 50,- DM Aufschlag) 

Biker News berichtete darüber in der Oktoberausgabe 1996.


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